Camping in einem Land wie geschaffen dafür
Montenegro hat einige der schönsten wilden Landschaften Europas, und Camping fühlt sich hier an wie eine Reise in die Vergangenheit. Organisierte Campingplätze reichen von einfachen Wiesen mit einem Wasserhahn bis zu gut ausgestatteten Anlagen mit Duschen, Stromanschlüssen und Seeblick. Wildcamping befindet sich in einer rechtlichen Grauzone, die wir im Folgenden erklären.
Ein Mietwagen mit Dachzelt oder einfacher Campingausrüstung im Kofferraum gibt Ihnen die Freiheit, überall anzuhalten, wo die Straße und das Gesetz es erlauben. Die Kombination aus Küstenstränden, Bergwiesen und Seeufern bedeutet, dass Sie jede Nacht in einer völlig anderen Landschaft campen können.
Campingregeln in Montenegro
Die Kenntnis der Regeln erspart Ihnen ein Bußgeld und ein unangenehmes Gespräch mit der örtlichen Polizei.
- Organisierte Campingplätze sind legal und reguliert. Preise liegen je nach Ausstattung und Lage zwischen 5 und 25 € pro Nacht.
- Wildcamping ist in Nationalparks, Naturschutzgebieten und innerhalb von Ortsgrenzen technisch verboten. Bußgelder können verhängt werden, werden aber bei diskreten Einzelnachtaufenthalten selten durchgesetzt.
- An der Küste wird strenger kontrolliert als in den Bergen. Camping an Stränden wird im Sommer nicht toleriert, besonders in der Nähe von Touristenorten.
- In Berggebieten sind Hirten und Bauern gegenüber respektvollen Campern in der Regel tolerant. Fragen Sie um Erlaubnis, wenn Sie sich auf oder in der Nähe von Privatgrund befinden.
Beste Küsten-Campingplätze
Camp Full Monte bei Kotor ist der herausragende Küstencampingplatz. Auf Terrassen über der Bucht gelegen, mit Schattenbäumen, sauberen Einrichtungen und Blick auf Perast. Stellplätze kosten etwa 15–20 € für ein Auto mit Zelt. Im Juli und August vorher buchen.
Weiter südlich liegt Autocamp Ujača bei Ulcinj zwischen Olivenbäumen, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Es ist einfacher und günstiger, mit entspannter Atmosphäre. Der lange Sandstrand von Ulcinj ist fünf Autominuten entfernt.
Camping in den Bergen
Žabljak hat mehrere Campingplätze am Rand des Nationalparks Durmitor. Camp Razvršje ist der beliebteste — mit ebenen Stellplätzen, heißen Duschen und einem Restaurant. Die Nächte sind selbst im August auf 1.450 Metern kühl, bringen Sie also warme Kleidung und einen ordentlichen Schlafsack mit, der mindestens bis 5 Grad ausgelegt ist.
In der Nähe von Biogradska Gora gibt es einen kleinen Campingplatz des Nationalparks am See mit einfacher Ausstattung. Er ist im Sommer schnell voll. Erkundigen Sie sich am Parkeingang nach Verfügbarkeit. Mehr über die Parks finden Sie in unserem Guide zu Montenegros Nationalparks.

Wichtige Ausrüstung
Die richtige Ausrüstung macht den Unterschied zwischen einer großartigen Nacht und einer miserablen.
- Zelt: Ein ordentliches 2-Personen-Zelt, das Wind standhält. In Montenegro gibt es plötzliche Unwetter, besonders in den Bergen.
- Schlafsack: Temperaturbereich bis 5 °C für Bergcamping, bis 15 °C für die Küste im Sommer.
- Isomatte: Isolierte Schaum- oder Luftmatte. Der Boden in den Bergen ist steinig und kalt.
- Stirnlampe: Unverzichtbar. Bergcampingplätze und wilde Plätze haben keine Beleuchtung.
- Wasserfilter oder Reinigungstabletten: Bergquellen sind in der Regel sicher, aber ein Filter ist eine gute Versicherung.
- Kocher und Gas: Campinggaskartuschen sind in Baumärkten in Podgorica und Nikšić erhältlich. An der Küste schwerer zu finden.
Das richtige Mietfahrzeug wählen
Für Autocamping brauchen Sie Kofferraum und Bodenfreiheit. Ein mittelgroßer SUV wie ein Jeep Renegade oder Dacia Duster bewältigt Bergpisten und trägt die gesamte Ausrüstung. Kleinere Autos funktionieren für Küstencamping, wo die Straßen besser sind, aber der Kofferraum mit kompletter Campingausrüstung knapp wird.
Prüfen Sie, ob Ihr Mietvertrag das Fahren auf unbefestigten Straßen erlaubt. Die meisten Standardpolicen decken Schotterstraßen ab, aber kein extremes Offroad-Fahren. Wenn Sie zu abgelegenen Bergcampingplätzen fahren möchten, klären Sie dies bei der Abholung.
Camping-Tipps
- Wasser: Füllen Sie Flaschen an jeder Bergquelle auf, an der Sie vorbeikommen. Leitungswasser ist in ganz Montenegro trinkbar.
- Abfall: Nehmen Sie alles wieder mit, was Sie mitgebracht haben. An wilden Campingplätzen gibt es keine Mülleimer.
- Feuer: Lagerfeuer sind in Nationalparks und während der trockenen Sommermonate verboten. Verwenden Sie einen Kocher zum Kochen.
- Sicherheit: Verstauen Sie Wertsachen im Kofferraum, nicht sichtbar auf den Sitzen. Montenegro ist sicher, aber Gelegenheitsdiebstahl kommt an Touristenorten vor.