Warum 10 Tage genau richtig sind
Montenegro ist klein genug, um es in vier Stunden zu durchqueren, aber reich genug, um einen Monat lang zu erkunden. Zehn Tage geben Ihnen Zeit, die Highlights zu sehen, ohne zwischen den Orten wie auf einer Checkliste hin und her zu hetzen. Insgesamt fahren Sie etwa 900 Kilometer, aber die meisten Tage verbringen Sie weniger als zwei Stunden hinter dem Steuer — genug Zeit zum Schwimmen, Wandern und für viel zu viel gegrilltes Lamm.
Diese Reiseroute beginnt am Flughafen Tivat und endet am Flughafen Podgorica, sodass Sie Ihren Mietwagen an verschiedenen Standorten abholen und abgeben können, ohne zurückfahren zu müssen. Jeder Übernachtungsstopp bietet erschwingliche Unterkünfte und sichere Parkplätze.
Tag 1–2: Bucht von Kotor
Holen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen Tivat ab und fahren Sie fünfzehn Minuten nach Kotor. Verbringen Sie den Nachmittag mit einem Bummel durch die Altstadt und erklimmen Sie bei Sonnenuntergang die Festungsmauern, wenn die Tagesausflügler verschwunden sind. Das Licht auf der Bucht zu dieser Stunde werden Sie noch jahrelang in Erinnerung behalten.
Am zweiten Tag fahren Sie die Uferstraße durch Perast und halten für eine Bootsfahrt zur Insel Maria vom Felsen. Weiter geht es rund um die Bucht nach Herceg Novi zum Mittagessen. Die gesamte Runde beträgt etwa 45 Kilometer und dauert mit Stopps einen halben Tag.
Tag 3–4: Budva-Riviera und Sveti Stefan
Fahren Sie auf der Küstenstraße von Kotor nach Süden Richtung Budva — eine 25-minütige Fahrt durch einen Tunnel, der den Berg durchschneidet. Budva hat die lebhafteste Strandszene Montenegros. Parken Sie am Rand der Altstadt und gehen Sie zu Fuß hinein. Die engen Gassen sind autofrei und voller guter Restaurants.
Am vierten Tag fahren Sie nach Sveti Stefan für Fotos des ikonischen Inselhotels und weiter nach Süden nach Petrovac für einen ruhigeren Strandtag. Der Küstenabschnitt zwischen Budva und Petrovac bietet einige der besten Fahrten des Landes, die Straße windet sich zwischen Olivenhainen und dem Meer.

Tag 5–6: Skadar-See und Virpazar
Verlassen Sie die Küste und fahren Sie ins Landesinnere nach Virpazar, einem kleinen Dorf am Ufer des Skadar-See-Nationalparks. Die Fahrt von Petrovac dauert etwa 40 Minuten durch den Sozina-Tunnel. Mieten Sie ein kleines Boot oder nehmen Sie an einer Gruppenfahrt auf dem See teil, um Pelikane, Seerosen und verlassene Inselklöster zu sehen.
Tag sechs eignet sich perfekt zur Erkundung der Weinregion Crmnica rund um den See. Mehrere Familienweingüter bieten Verkostungen an und verkaufen Flaschen direkt. Die Vranac-Traube gedeiht in diesem Mikroklima hervorragend, und die Weine sind ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu dem, was Sie zu Hause finden würden.
Tag 7–8: Nationalpark Durmitor
Das ist der große Fahrtag. Fahren Sie von Virpazar nach Norden durch Podgorica und hinauf nach Žabljak, dem Ausgangspunkt für den Nationalpark Durmitor. Die Gesamtfahrt dauert etwa drei Stunden, wobei der letzte Abschnitt durch Kiefernwälder auf 1.450 Meter über dem Meeresspiegel ansteigt. Die Temperatur sinkt spürbar mit zunehmender Höhe.
Verbringen Sie hier zwei Tage. Umrunden Sie morgens den Schwarzen See, fahren Sie nachmittags zum Aussichtspunkt der Tara-Schlucht und essen Sie abends Ćevapčići in einem der lokalen Restaurants. Wenn Sie einen tieferen Einblick in die Nationalparks möchten, schauen Sie sich unseren Guide zu Montenegros fünf Nationalparks.
Tag 9–10: Kloster Ostrog und Podgorica
Fahren Sie von Žabljak nach Süden Richtung Podgorica und halten Sie am Kloster Ostrog, das in eine senkrechte Felswand gehauen ist. Die Klosterstraße ist steil und schmal mit wenigen Ausweichstellen, aber die Aussichten sind die Nervenbelastung wert. Planen Sie etwa 90 Minuten für den Besuch ein.
Weiter geht es nach Podgorica für Ihre letzte Nacht. Die Hauptstadt wird oft übersehen, bietet aber die beste Restaurantszene des Landes und einen angenehmen Uferspaziergang entlang der Morača. Geben Sie Ihren Wagen am nächsten Morgen am Flughafen ab.
Die Reise im Überblick
Praktische Tipps
- Tanken: Tanken Sie in den Städten. Tankstellen in den Bergen sind nördlich von Podgorica selten.
- Maut: Der Sozina-Tunnel kostet 3,50 € pro Fahrt. Ansonsten gibt es in Montenegro keine Mautgebühren.
- Navigation: Laden Sie Offline-Karten herunter, bevor Sie die Küste verlassen. In den Schluchten bricht das Mobilfunksignal ab.
- Parken: Kotor und Budva erheben im Sommer Parkgebühren. Überall sonst ist Parken kostenlos oder sehr günstig.